Sortenvergleich von Knollensellerie im biologischen und konventionellen Anbau

Jana Tembl, Katharina Karg

Immer mehr landwirtschaftliche Betriebe folgen dem Trend der biologischen Lebensmittelproduktion. Aus diesem Grund wurde im Rahmen dieser Diplomarbeit Knollensellerie mit zwei verschiedenen Bewirtschaftungsmethoden angebaut. Für den künftigen Anbau von biologischem Knollensellerie wäre eine Grunddüngung zu empfehlen, da biologischer Dünger eine langsamere Wirkung hat und somit die Nährstoffe verzögert wirken. Des Weiteren sollte ein früherer Anbautermin gewählt werden, denn damit wäre ein höherer Ertrag aufgrund der längeren Vegetationszeit zu erzielen. Zudem zeigte sich das Problem der fehlenden Kostenverteilung aufgrund der kleinen Anbaufläche und der trotzdem verhältnismäßig hohen Produktionskosten. Um ein wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen, müsste eine größere Anbaufläche bewirtschaftet sowie mehrere Anbauversuche durchgeführt werden.

Betreuer/in: DI Christoph Weißenbach

Anbau und Vermarktung verschiedener Süßkartoffel Sorten in Vorarlberg

Anna Moosmann, Johanna Hartmann

In dieser Arbeit wird der Anbau verschiedener Süßkartoffelsorten auf einem voralpinen Standort thematisiert. Dabei wurden auf 54 m2 die Sorten Beauregard, Erato Orange, Erato White, Erato Pleno, Erato Gusto sowie Erato Violet unter biologischen Bedingungen angebaut. Durch den Anbau wurde die Ertragsfähigkeit der verschiedenen Sorten ermittelt und untersucht, ob ein geschmacklicher Unterschied zwischen den verschiedenen Sorten festzustellen ist. Diese Diplomarbeit ist ein Denkanstoß für die Kultivierung selten angebauter Kulturen. Wir wollten aufzeigen, dass der Anbau einer ursprünglich aus wärmeren Gebieten stammenden Kultur unter den klimatischen Bedingungen in Vorarlberg auch wirtschaftlich sein kann. Weiters liegt die Erweiterung der Bandbreite an regionalen Gemüseprodukten und die Ermutigung der KonsumentInnen in Bezug auf Regionalität in unserem Interesse.

Betreuer/in: DI Christoph Weißenbach

Anbau von Ölhanf im Rheintal und die Einstellung junger Landwirte gegenüber Hanf

Ricarda Jenny, Leonie Albrecht

In diesem Versuch wurde Ölhanf auf einer Fläche von 600 m2 angebaut. Die Fläche wurde in vier Parzellen mit jeweils 150 m2 unterteilt. Weiters wurde ein Düngeversuch mit Mist, Gülle und weicherdigem Phosphor durchgeführt. Um den Nährstoffgehalt im Boden zu analysieren, wurde eine Bodenprobe entnommen und darauffolgend die Kornerträge sowie die Ölerträge mit dem Nährstoffgehalt verglichen. Das gewonnene Öl wurde auf den Gehalt der Inhaltsstoffe Kalium, Magnesium und Calcium untersucht. Es stelle sich heraus, dass besonders Stickstoff und Kalium das Wachstum sowie den Ertrag positiv beeinflussen, wobei Phosphor eine weniger große Rolle spielt. Eine weitere Erkenntnis ist, dass sich die Düngung nicht auf den Gehalt der Inhaltsstoffe Kalium, Magnesium und Calcium auswirkt. Weiters wurde im Zuge dieser Diplomarbeit versucht zu erforschen, wie Vorarlberger Jungbauern und Jungbäuerinnen zu Hanf stehen und ob sie in diesem Gewächs eine Zukünftiges Wirtschaftsmodel sehen.

Betreuer/in: DI Armin Bajraktarevic BEd, DI Stefan Feurstein BEd

Die Vielfalt der Kartoffelsorten im Bregenzerwald

Wendelin Metzler, Johannes Müller

In dieser Diplomarbeit wurde in Zusammenarbeit mit den „Wäldar Grumpora“ die Entwicklung, die Resistenz, der Ertrag und die Qualität von 16 verschiedenen Kartoffelsorten verglichen. Ziel dieser Arbeit ist es, eine oder mehrere Sorten zu finden, die einen ausgezeichneten Ertrag bringen, eine einheitliche Größe und Form haben, über einen geringen bis keinen Drahtwurmbefall aufweisen und gesunde Knollen ohne Krankheiten zur Ernte bringen. Dazu wurden die Faktoren Qualität, Krankheitsresistenz, Entwicklungszeit und Ertrag verwendet. Es wurden 16 verschieden Sorten unter denselben Anbaubedingungen verglichen. Der Anbau sowie die Ernte erfolgten händisch. Mithilfe der Ergebnisse dieser Diplomarbeit können die „Wäldar Grumpora“ ihre Arbeit optimieren und haben einen direkten Vergleich auf ihrem Standort im Bregenzerwald.

Betreuer/in: DI Armin Bajraktarevic BEd

Einfluss unterschiedlicher Haltungsformen auf die Pferdegesundheit in Vorarlberg

Vanessa Sibeline

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss unterschiedlicher Haltungsformen auf die Pferdegesundheit in Vorarlberg. Zu dieser Thematik liegen in Vorarlberg noch keine Forschungen bzw. Untersuchungen vor. Daher ist die Arbeit für Pferdebesitzer und Pferdebesitzerinnen in Vorarlberg, Pferdevereine sowie Tierärzte und Tierärztinnen von Interesse. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Zusammenhang zwischen den verschiedenen Haltungsformen und dem Gesundheitszustand bei Pferden darzustellen, sowie die Faktoren zu erläutern, die einen großen Einfluss auf die Pferdegesundheit haben. Durch die Anwendung eines online-Fragebogens wurde die vorhandene Problemstellung gelöst. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass vor allem die Haltungsbedingungen die Gesundheit der Pferde sowie deren Verhaltensstörungen und Unarten beeinflussen.

Betreuer/in: DI Julia Marte

Auswirkungen einer Eisensubstitution auf die Kälberentwicklung

Vanessa Deschler, Stefanie Walter

Landwirtschaftliche Betriebe verfolgen zunehmend das Ziel, gesunde und wachstumsstarke Kälber zu züchten. Aufgrund des Eisenmangels bei Kälbern von Geburt an, sowie die nachfolgende Verfütterung der eisenarmen Kuhmilch, sollten Kälber mit einer Eisengabe vorzeitig gefördert werden. Eine Eisengabe wirkt sich positiv auf die Immunabwehr aus und senkt somit die Krankheitsanfälligkeit der Kälber. Zudem ist Eisen für die Förderung des Wachstumshormons zuständig. Das Ziel in der vorliegenden Arbeit ist es zu beantworten, wie sich eine Eisensubstitution auf die Kälberentwicklung auswirkt. Dazu werden folgende Forschungsfragen gestellt: Welche Auswirkungen hat eine Eisensubstitution auf die frühen Tageszunahmen von Kälbern? (Stefanie Walter) und Wirkt sich eine Eisensubstitution positiv auf die Kälbergesundheit aus? (Vanessa Deschler). Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde ein Versuch durchgeführt, bei dem zum einen die täglichen Zunahmen mit Hilfe einer Flachwaage ermittelt wurden und zum anderen die Gesundheit der Kälber mit Hilfe eines Auswertungsbogen erhoben wurde. Durch unseren Versuch am Betreib Walter konnten wir aufzeigen, dass mit Hilfe einer Eisensubstitution ein Eisenmangel beim Kalb vermieden wird und somit höhere Tageszunahmen und eine bessere Kälbergesundheit erreicht werden.

Kompostierung von Biokunststoffen unter Zuhilfenahme von Regen- und Mehlwürmern und die Verwendung von Wurmhumus und -tee als organischer Dünger

Elias Rettenbacher, Julian Aberer

Die aktuelle Umweltsituation verschlechtert sich zunehmend und immer mehr Forscherinnen und Forscher machen sich Gedanken über Lösungsmöglichkeiten. Ein lang umstrittenes Thema ist dabei die Verwertung sowie das Recycling von Kunststoffarten. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten begann sich die Wissenschaft mit der Abfallverwertung durch Kleinstlebewesen auseinanderzusetzen. Basierend auf der Erkenntnis, dass Kleinstlebewesen zur Bekämpfung von Kunststoffabfällen herangezogen werden können, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Bio-Kunststoffverwertung durch Würmer. Das Ziel dieser Arbeit ist, diverse Bio-Kunststoffsorten mithilfe von Mehl- und Regenwürmern zu zersetzen. Durch die unterschiedlichen Abbaumethoden der Lebewesen, bei der Regenwürmer eine Zersetzung durch die Kompostierung und Mehlwürmer durch ihren Einsatz der vorhandenen Schneidwerkzeuge erzielen, sollte ein Vergleich der Methoden geschaffen werden.

Betreuer/in: Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Philipp Scheiber

Entfernung von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen aus Holzkohle

Clemens Graf, Julian Meznar, Noah Muther

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Austreibung von PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen) aus der, bei der Holzvergasung entstehenden, Holzkohle. Da dieser Bereich bisher kaum bis gar nicht erforscht ist, wurden zwei Versuche angestellt und die Proben mittels Toluol Extraktion analysiert. Ziel war es, mit Hilfe eines möglichst einfachen Verfahrens, den im Gesetz festgelegten Grenzwert von 6mg/kg TS PAK zu erreichen. Beim ersten Versuch wurde die Holzkohle mit Molke vermengt umso optimale Bedingungen für die weiteren Schritte zu schaffen. In einem zweiten Schritt wurde die homogene Menge mit Organismen und dem HC-Konzentrat der Firma Bioversal bebrütet. Die PAK sollen sich so abkapseln und von den Organismen aufgeschlüsselt werden. Der zweite Versuch besteht aus einer thermischen Behandlung. Dabei wird Holzkohle verschieden lang und verschieden hohen Temperaturen ausgesetzt. So sollten sich die PAK verflüchtigen, ohne die natürlichen Eigenschaften der Kohle zu zerstören. Abschließend ist zu erkennen, dass das Ziel, den Grenzwert zu unterschreiten, nicht erreicht wurde. Dennoch liefert diese Arbeit grundsätzliche Ansätze für weitere Untersuchungen.

Betreuer/in: Dipl. -Ing. Jakob Behmann

Hyperthermie und Klimadeckel als direkte und indirekte biotechnische Maßnahmen zur Varroamilben-Behandlung und zur Stärkung der Bienengesundheit

Jeremia Aspalter, David Fuchs

Bienengesundheit und bienengesundheitsfördernde Maßnahmen gewinnen zunehmend an Bedeutung, besonders die Varroabekämpfung und das Bienenstockklima. Die Hyperthermiebehandlung mit dem Varroa-Controller in Kombination mit der Duplex-Wabentasche zeigen sich als effektive Behandlungsmöglichkeiten, die, eingebaut in ein durchdachtes und flexibles Behandlungskonzept, Vorteile bringen können. Das Gesamtkonzept kann als konkurrenzfähige Alternative zur Varroabekämpfung mit Drohnenbrutschneiden und Ameisensäure-Verdunster angesehen werden. Beim Klimadeckel handelt es sich um eine Möglichkeit, die Schimmelbelastung durch die Senkung der Luftfeuchtigkeit im Bienenstock zu regulieren. Dieser Klimadeckel kann sich in den Wintermonaten (November und Dezember) im Vergleich zum handelsüblichen Deckel aber auch als nachteilig erweisen. Als Bewertungsgrundlage wurden die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in den Bienenstöcken herangezogen und verglichen. Zusätzlich wurden zweimal Schimmelteste ausgebrütet und analysiert.

Betreuer/in: Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Philipp Scheiber