Ökologische, mikrobielle und wirtschaftliche Aspekte des Bienenwachstuchs als alternatives Verpackungsmaterial bei Lebensmitteln

Sarah Klages, Theresa Stadelmann, Magdalena Wachter

Umweltschutz ist ein sehr aktuelles und medial weit verbreitetes Thema, welches von der Gesellschaft wahrgenommen werden muss. Großteils werden Verpackungsmaterialien wie Frischhaltefolie, Alufolie und sonstige Verpackungen aus umweltschädlichen, nicht abbaubaren Stoffen hergestellt.

Deshalb wird das Thema „Ökologische, mikrobielle und wirtschaftliche Aspekte des Bienenwachstuchs als alternatives Verpackungsmaterial bei Lebensmitteln“ in dieser Diplomarbeit erforscht.

Das Ziel dieser Arbeit ist, die umweltschonende Eignung des Bienenwachstuchs als Verpackungsmaterial bei Lebensmitteln, durch einen Kompostierungsprozess und einen mikrobiellen Abklatschversuch zu belegen. Ebenfalls soll das fertige Produkt nachhaltig an den Konsumenten vermarktet werden.

Betreuerin: DIin Erni Verhounig 

 

Zucht von weißen und braunen Champignons in Vorarlberg mit anschließender Direktvermarktung

Amelie Schwendinger, Julia Menzel, Selina Kuster

Diese Diplomarbeit beschäftigte sich mit der Herstellung eines Pilzsubstrates, der Anuzcht von 2 verschiedenen Champignonsorten und deren Vermarktung.  Bisher wurden bei ausgewählten Pilzproben der Protein-, Zucker- und Rohaschegehalt sowie die Trockensubstanz ermittelt. Zur Datenerhebung zählten weiters der Ertrag, die Individuenanzahl und das Wachstum. Für die Vermarktung wurde ein Fragebogen erstellt.

Damit Champignons wachsen können, wurde ein spezielles Kultursubstrat benötigt, welches aus Pferdemist, Hühnermist und Gips selbst hergestellt wurde. Der Kompost wurde schichtweise mit genügend Wasser angelegt und musste mehrmals umgesetzt werden. Nach 21 Tagen wurde das Substrat mit Körnerbrut beimpft. Nach weiteren drei Wochen war das Kultursubstrat mit Myzelfäden durchwachsen. Das Wachstum wurde durch eine Erddecke angeregt.

Die Ernte betrug beim weißen Champignon ca. 6 bis 7 kg pro m2, bei der braunen Variante ca. 5 bis 6 kg pro m2. Dadurch lag der Verkaufspreis mit 20 Euro pro kg bei den braunen Chamignons höher als bei den weißen mit 18 Euro pro kg.

Alle Angaben aus der Literatur haben sich mit  den praktischen Erfahrungen gedeckt. Die Nachfrage für Pilze war enorm, doch das Projektausmaß konnte diese Nachfrage nicht decken. Die Rentabilität zeigt sich erst, wenn die Pilzzucht in einem größeren Ausmaß betrieben wird, da der Arbeitsaufwand dort ähnlich hoch wäre wie bei einem klein angelegten Versuch. Die Durchführung bzw. Umsetzung dieses Themas kann als äußerst erfolgreich bewertet werden. 

Betreuer: DI Armin Bajraktarevic

Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Faserlein in Vorarlberg

Johanna Bischof, Rebecca Winder

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Anbau von Faserlein. Dabei wird auf 20 m2 die Sorte Belinka am Standort Hohenems angebaut. Durch den Anbau werden die Pflanzenhöhe, die technische Stängellänge, der Ertrag, die Qualität der Fasern und die Einstellung gegenüber Leinen erforscht. Was den Ertrag und die Qualität angeht, steht einem vermehrten Anbau nichts im Wege, einzig die vorhandene Technik müsste noch den heutigen Anforderungen entsprechend ändern.

Weitere Feldversuche sollten noch durchgeführt werden, um die Forschung voranzutreiben. Die Nachfrage der Vorarlberger/Innen nach heimischen Textilien sowie genügend Absatzmöglichkeiten wären vorhanden.

Betreuer: DI Armin Bajraktarevic

Aquaponic mit Untersuchungen in den Bereichen Tierzucht, Landtechnik, Pflanzenbau und Marketing

Jan Steenbergen-Lins, Luca Kofler, Raphael Prenn, Teresa Egger

Aquaponic ist eine Kreislaufanlage die aus Fischhaltung und Gemüseanbau besteht. Beim Versuch wird die Aquaponicanlage auf ihre Schwierigkeiten, Schwachstellen und Produktionsfähigkeit geprüft. Ebenfalls werden zwei verschiedene Fischarten und zwei Pflanzensorten getestet. Das Ziel der Versuchsanlage ist den Unterschied zweier Fischarten/Pflanzenarten zu erkenn und qualitativ hochwertige Produkte zu verkaufen, um Meinungen von Kunden zu bewerten. Die Wirtschaftlichkeit und Marketingfähigkeit einer Aquaponicanlage werden zum Schluss mit einer Deckungsbeitragsrechnug und einer Konsumbefragung zu Fisch und Salat überprüft. Das Feedback der Bevölkerung war gut und die Qualität der Produkte war sehr hoch. Die Wertschätzung für dieses System ist definitiv gegeben.

Betreuer: Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Philipp Scheiber

Anwendungsstudie zum Einsatz von Mykorrhiza und Trichoderma in Baumsubstraten am Beispiel des Säulen-Gingko im urbanen Raum in Vorarlberg

Clemens Reimann, Niklas Frick

In einem Feldversuch in Vorarlberg wurde der Effekt von Endomykorrhiza und Trichoderma harzianum auf die Etablierung und Wacchstumsparameter von Ginkgo-bäumen untersucht. Hierzu wurden in der Saison 2020 in einem kommerziellen Baumsubstrat der Firma Terre Suisse GmbH die Prüfsubstanzen allein und in Kombination eingesetzt und ihre Effektivität anhand der Triebentwicklung, Blattentwicklung und Vitalität gemessen. Es wurden vier verschieden Varianten verwendet und in einem randomisierten Versuch eingesetzt. Es konnte gezeigt werden, dass insbesondere Mykorrhiza und die Kombination mit Trichoderma einen positiven Einfluss auf die Baumvitalität bei Neupflanzen hatten, wobei alle Prüfsubstanzen keinen direkten Einfluss auf die Wachstumsparameter der Bäume hatten. Die Untersuchung legt nahe, dass der Einsatz von Mykorrhiza und Trichoderma als Zusatz in Baumsubstraten funktioniert und einen positiven Beitrag zur Etablierung und Gesundheit von urbanen Bäumen leistet.

Betreuer: DI Jakob Behmann

Schwefeldüngung auf Grünland im Vorderen Bregenzerwald zur Erhöhung des Rohproteingehaltes

Elias Rusch, Sebastian Spiegel

Das Hauptziel der Diplomarbeit war die Wirkung einer Schwefeldüngung zu bestätigen. Beim Steigerungsversuch wurde untersucht, welche Steigerungen eine immer größere Düngermenge bringt, oder ob es zu einem sinkenden Ertragszuwachs kommt. Ab einer Schwefelmenge von 50 kg nimmt der Zuwachs an zusätzlichem Ertrag ab und die zusätzliche Düngermenge ist auch nicht mehr wirtschaftlich, was auch in der Fachliteratur bestätigt wird. Beim Wirkungsvergleich von Sulfat- und Elementarschwefel wurden die Auswirkungen eines schnell und langsam wirkenden Düngers evaluiert und die Vor- und Nachteile der jeweiligen Dünger genannt. Des Weiteren wurden Empfehlungen, für welchen Einsatz welcher Dünger am besten geeignet ist, gegeben. Im Zuge dieser Diplomarbeit wurde bestätigt, dass eine Schwefeldüngung futtertechnisch, für die Pflanzengesundheit sowie finanziell durchaus Sinn macht und in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

Betreuer: DI Jakob Behmann

Safrananbau auf 1500 m Seehöhe und dessen Vermarktung in Lech am Arlberg

Laurin Jochum, Robert Martin

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Anbau von Safran in Lech am Arlberg und dem Zusammenhang zwischen Wetter und Ertrag, außerdem wurde die Nachfrage mithilfe eines Fragebogens eruiert. Es wurden drei verschiedene Anbaumethoden auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht. Zudem wurde das Kaufverhalten, der Verbrauch sowie viele weitere Eigenschaften von den Befragten Spitzenköchinnen und Spitzenköchen evaluiert. Schlussendlich hat sich gezeigt, dass der Anbau von Safran in Lech am Arlberg durchaus möglich ist, jedoch unter erschwerten Bedingungen, welche den Ertrag senken. Dies ist hauptsächlich durch den Standort bedingt, da dieser nicht gerade schneearm und nicht sehr sonnig ist. Es stellte sich heraus, dass die Nachfrage enorm hoch ist und die Kunden einheitlich bereit sind, einen höheren Preis für qualitativ hochwertigen Safran aus Lech zu bezahlen.

Betreuer: DI Jakob Behmann

Aufzucht und Mast von Pekingenten - Proteinuntersuchungen im Futter, Schlachtkörper und Dünger

Roman Konzet, Simon Nessler

Die Aufzucht und Mast der Enten werden an zwei verschiedenen Standorten durchgeführt. Dabei wird die Stallausstattung beschrieben und es werden Untersuchungen zum Stallklima während der Mast getätigt. Bei dem Futterversuch werden zwei verschiedene Futtermittel verwendet und miteinander verglichen. Hierbei werden die Futterverwertung und Zunahmen der Enten erfasst. Besondere Beachtung wird dem Protein bzw. dem Element Stickstoff geschenkt, welches im Futter, Schlachtkörper und Kot untersucht wird. Die dafür genommenen Proben werden im schuleigenen Labor auf den Stickstoff bzw. Rohproteingehalt untersucht. Es wird ein Vergleich der beiden unterschiedlichen Standorte und Futtermittel erstellt. Ziel dieses Projektes ist es gesunde Pekingenten aufzuziehen, zu mästen und Daten zu erfassen. Eine gute Futterverwertung der Tiere, die zwischen 1 zu 2,1 bis 2,9 liegt wird angestrebt. Die Projektdurchführung startet mit den Aufbauarbeiten, Vorbereitung der Stallungen und Beschaffung der Pekingenten. Die Aufzucht und Mast der Tiere werden in Hinblick auf die Haltungsbedingungen, wie Stallklima, erfasst sowie Futterverbräuche und Gewichtszunahmen der Enten ermittelt.

Betreuer: DI Siegfried Hanser