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14.12.2022

Klauen pflegen - zuerst die Augen schärfen, dann die Hände trainieren!


In einer sehr interessanten Fortbildung für die Tierzuchtlehrer*innen Silvana Muchar, Julia Marte, Erni Verhounig, Ingeborg Winklehner-Marktl, Dominik Pinzger, Jürgen Hagspiel und dem Verwalter des Rheinhofes Christian Winklehner über die 5 Schritte einer funktionelle Klauenpflege Schritten konnten neue Kenntnisse dazugewonnen werden.

Die Referenten Tobias Rinner (überbetrieblicher Klauenpfleger aus dem Kleinwalsertal) und Stefan Winkler (Instruktor Klauenpflege aus dem Vinschgau/Südtirol) gaben einen perfekten theoretischen Einblick über die Anatomie bis hin zur Biomechanik der Klauen, über die Motorik des Tieres und hier im speziellen über die Belastung der Fußungsflächen.

Die Qualitätskontrolle beginnt beim Beobachten der Tiere einerseits im Stehen und natürlich auch in ihrem Bewegungsablauf bzw. über ihr „Auffußen“. Der Blick richtet sich auf die Klauenspitzen, ob diese Kontakt zum Boden haben. Erst wenn der Bewegungsablauf im Klauenbereich erkannt wird, macht man sich Gedanken über die Erhaltung oder die Wiederherstellung der natürlichen Klauenform.

Die Kunst beim Klauenschneiden ist daher, am richtigen Ort „etwas stehen zu lassen“ als sich Gedanken zu machen, was alles weggeschnitten werden soll.

Am Rheinhof konnten anhand vieler Totklauen die unterschiedlichsten Fehlentwicklungen erkannt und korrigiert werden. Danach richtete sich der Blick auf die Klauenpflege beim Lebendtier, wo alle Hand anlegen durften.

Schnell wurde erkannt, wie viel Verantwortung in der Hand eines Klauenpflegers liegt und das schnelle, ungeübte „Husch-Pfusch-Aktionen“ mehr Tierleid als Tierwohl erzeugen können.

Erni Verhounig